Wolkenbilder

Die Geschichte der Wolken

12 Bilder 40 x 45 cm, Acryl / Gips / Harz / Pigmente / Lack / Zeitung und Kleister auf Holz. Visualisierung des Gedichts “Die Geschichte der Wolken” von Hans Magnus Enzensberger in Form eines Buchobjekts.

Konzept

Wolken sind flüchtig, wir sehen sie Tag für Tag am Himmel ziehen. Wir nehmen sie war, mal mehr, mal weniger, mal gar nicht. Nur selten, an heißen Sommertagen, sehen wir wie sie vergehen, immer kleiner und transparenter werden, sich schließlich auflösen. Ihre Entstehung bleibt uns jedoch verborgen. Doch kommen sie mit Sturm daher, leuten am Himmel, regnen herab, dann sind wir mittendrin und reagieren auf ihr Spiel. Nun beeinflussen sie unser Handeln, genau wie es die Nachrichten zuweilen tun.

Jede Strophe des Gedichts entspricht der jeweiligen Kategorie einer Tageszeitung. Jedes Bild wurde mit den entsprechenden Zeitungsfetzen und Artikelinhalten erstellt.

Jeder Tag hat neue Wolken, jeder Tag hat neue Nachrichten die sich neu bilden aus Buchstaben, Wortfetzen und Bildpunkten und so zusammengesetzt an unser Auge und Ohr treten. Nachrichten erreichen uns Tag für Tag – aber tun sie dies wirklich? Auch die Nachrichten nehmen wir mal mehr, mal weniger, mal gar nicht wahr, sie streifen uns und verflüchtigen sich. Manchmal jedoch bleiben sie uns länger im Bewusstsein und beeinflussen unser Handeln, bis auch sie wieder dahin gehen, verwehen und sich auflösen um sich dann anders, aber ähnlich, neu zu bilden.

 

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