Reiberei

Lieber Daniel,

jetzt liegen sie aus, in Kneipen, Bars, Restaurants und auf Parkbänken, jede Menge Streichholzschachteln! Das Besondere an den Schachteln: Sie sind gefüllt mit Zündhölzern, doch keines der Hölzer besitzt einen Zündkopf. Die Schachteln selbst sind weiß und besitzt keinen Zündstreifen, lediglich auf der Unterseite der Schubschachtel steht ein Hinweis:
www.experimentelle-kommunikation.de
Jeder, der sich eine Zigarette anzünden möchte, wird dennoch zu dieser Schachtel greifen, da uns dieser Gegenstand, das Format, so vertraut ist, uns suggeriert wird – das sind Streichhölzer!
Einmal schütteln: “ja da sind noch welche drin, die nehme ich mit”.

So wird sich manch einer die Schachtel mit dem Gedanken, dass es ja nicht schaden kann, Streichhölzer bei sich zu haben, einstecken. Ein anderer, sehr aufmerksamer Beobachter wird sich vielleicht die Schachtel ansehen und wird feststellen, dass irgendetwas nicht stimmt. Er wird sie in die Hand nehmen, wird spüren, dass sie so schwer ist wie eine gewöhnliche Streichholzschachtel, wird sehen, dass sie so groß ist wie eine normale Streichholzschachtel, wird sie dann öffnen und wird denken: Falsche Seite, wird die andere Seite öffnen, wird stutzen und den Schuber vollständig herauschieben. In diesem Augenblick werden wir für einen kurzen Moment die volle Aufmerksamkeit des Streichholzzünders haben. Jetzt wird er, um zu verstehen, was er da in der Hand hält, die Schachtel untersuchen. Doch wird er den Hinweis auf der Unterseite der Schubschachtel finden?
Dieser Botschaft wird nur der wirklich interessierte Finder nachgehen und im Internet auf meine Kontaktdaten stoßen.

 

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