Ein Abschlussbericht

Ja, tatsächlich, unsere Reise nähert sich dem Ende. Wien haben wir zwar nicht erreicht, aber wir hatten eine wunderbare Zeit – und da ja der Weg das Ziel war, wäre das Erreichen von Wien, in unserem Momentanen Zustand eher erzwungen, als das man von wahrem Reisegenuss und dem Versprühen von romantischen Interventionen hätte sprechen können.

Was war also passiert seit dem letzten Eintrag?!
Die Nacht in der Jugendherberge war kurz. Am nächsten Morgen lag Passau, eingehüllt in diesig grauen Nebelschwaden, unter uns. Unsere Beine schmerzten und als wir den Fuß des Berges erreichten, auf dem die Jugendherberge thronte, betrachteten wir die Rikscha, die an einem Laternenpfahl angekettet, die Nacht ganz alleine, ohne uns im Regen verbracht hatte. Und um unser treues Gefährt stand es schlechter als in der Vornacht vermutet. Das Tretlager, die Pedalen, das hintere Ritzel, die Kette, der Linke Hinterreifen und die Bremsen waren hinüber.
Der Regen plätscherte mittlerweile wieder munter hernieder und uns war nur nach Wärme und Ruhe zumute.
Wir schoben Herkules und Rita Richtung Kanu Campingplatz, den wir als einzige, günstige Übernachtungsalternative in Passau ausfindig machen konnten und siehe da, hier war es trotz des anhaltenden Regens wirklich schön, eine Unterstellmöglichkeit mit Tischen und Bänken, warme Duschen und all das direkt am Ufer der Ilz.
Am nächsten Morgen war der Wetterspuk vorbei! Die Sonne schien und ich organisierte eine Spiellizenz – die unverschämt teure Jugendherbergsnacht musste eingespielt werden..
Von nun an lief alles wie am Schnürchen, das Glück war wieder auf unserer Seite und ohne viel zu planen, ließen wir uns an diesem Ort, in diesen Moment der Entspannung fallen. Wir schoben die Reparatur der Rikscha vor uns her (zu den Auftritten konnte man sie noch schieben), gingen in die Stadt, ins Kino, spielten an einem weiteren Tag, trafen tolle Menschen, wurden zum Essen, Kaffee und Schnaps eingeladen und genossen Passau.
So vergingen die Tage und in uns reifte der Entschluss, die Reise an diesem Ort zu beenden, ganz ohne Wehmut und schlechtes Gefühl – mir scheint das sich bei solch einer Unternehmung das ‘nun ist’s Zeit die Zelte abzubrechen Gefühl’ von ganz alleine einstellt. Außerdem warten in Köln neue Aufgaben und bald geht’s wieder auf zu neuen Taten..

Eben haben wir uns von Rita und Herkules verabschiedet, die machen sich nun, gut verpackt, mit einer Spedition auf die Heimreise. Wir treffen morgen früh Martin, unsere Mitfahrgelegenheit – Stopp – gerade haben wir einen Anruf bekommen, es geht schon heut Abend los!

Und nun nochmals ein herzliches Dankeschön für manch motivierende Zeile und all die mannigfaltigen Unterstützungen – DANKE

Hier wird irgendwann noch ein Reiseresümee erscheinen, doch das dauert noch eine Weile – jetzt freue ich mich / wir uns auf all die, die wir in den nächsten Tagen in Köln Wiedersehen!

Bis ganz bald,
Marie und Fabi

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