Zwischenbericht

Eigentlich wollte ich schon längst geschrieben haben, doch die letzten Tage waren so turbulent (Reparaturen, Organisatorisches und und und), dass ich’s nicht geschafft habe. Hinzu kommt ein mieser Rückenschmerz, der irgendwann heute Mittag einsetzte, von der unteren Wirbelsäule ins linke Bein ziehend.. Versuch nun mit Wärmeumschlägen und Voltaren gegen zu steuern.

Nun ja, jetzt bin ich in Regensburg, zwei harte und anstrengende Radfahrtage mit nur wenigen Stunden schlaf, etlichen Kilometern auf Schotterwegen und unerwarteten Höhenanstiegen liegen hinter mir.

Es hat sich wie folgt zugetragen:
Dienstag morgens klingelte um sechs
in der Früh mein Wecker. Da mir meine Vorräte ausgegangen waren, hatte ich noch am Abend zuvor, eine Angelerlaubnis für den Auwaldsee bei Ingolstadt erworben. Ich wollte diesmal mit dem Angeln beginnen, einen Mittagsfisch fangen und so gestärkt, die Fahrt fortsetzen.
So stand ich noch recht verschlafen, am Ufer. Der See lag mit seinem kristallklaren Wasser vor mir, es war ein wunderbarer Morgen. Ich ging eine Weile, bis ich eine vielversprechende Stelle fand und schon beim dritten Wurf, genau um 6.22 Uhr, ging ein harten Ruck durch meine Angel und kurze Zeit später lag mein Mittagessen vor mir – ein Barsch jenseits der 40 cm. Bon Jour. Aber was nun? So früh hatte ich nicht mit solch einem Fang gerechnet – doch um so besser, nun konnt ich mich entspannen, beim Frühstück auf nem Steg.
Bald ging die Reise weiter, Richtung Regensburg, ich wollte so weit wie möglich kommen, doch kam nicht weit. Zuerst wars das Tretlager und die Pedalen die mir sorgen bereiteten – doch dank Zweiradmeister Schmidmeier, der meine Rikscha wieder fahrtüchtig machte und mir noch viele Tipps und Teile mitgab, ging’s vorerst weiter.
Ich war noch nicht weit gekommen, da krachte es – was war nun geschehen – erneut hatte sich das Antriebsritzel gelöst, war gebrochen, so ein Mist. Ich begann zu schieben. Es wurde schon dunkel als ich Neustadt erreichte. Hier und dort fragte ich Bauern ob man einen Schweißer kenne, klingelte an manchen Türen, die verschlossen blieben und wusste nicht weiter. Dann gabs einen ersten Hinweis. Der Installateur im Ort könne schweißen und ich solle doch, da nun niemand mehr vor Ort wäre, am nächsten Tag, kurz vor 7 Uhr, bereit stehen.

Klamme Nacht – nächster Tag
Um kurz vor sieben stand ich bereit. Das Zelt war noch nass, meine Kleidung klamm und man konnte mir nicht helfen. Verwies mich aber zum Landmaschinenhersteller Dieteich und Scheuerle am anderen Ende des Dorfes. Hier war ich richtig! Dank der tollen Besatzung, die alles gab um mein Gefährt unkaputtbar zu machen (es sieht so aus als wäre das A-Team am Werke gewesen) ging die Fahrt weiter. Ich wollte Regensburg erreichen. 55 Kilometer lagen vor mir.
Vorbei an Hopfenfeldern, Störchen und kleinen Schlangen die sich auf den Schotterpisten in der Mittagssonne wärmten, ging’s dem Donadurchbruch bei Eining entgegen.

Fortsetzung folgt.

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