Bericht von dort wo man “Servus” und “Grüß dich Gott wohl” sagt

Einige Kilometer vor Ingolstadt hatte die Sonne, nach fünf tägiger Abwesenheit, ihr großes Coming Out. Mit einem Mal war wieder Sommer. So habe ich Ingolstadt gegen Mittag mit warmen Schultern erreicht – durch die Auwälder, vorbei an alten Eichen, Fröschen, Schwarzspechten und Rehen – wer weiß was man noch so alles sehen könnte, würde man sich lautlos fortbewegen!
In Ingolstadt angekommen trübte sich allerdings meine Stimmung, es hieß, man müsse einen Antrag auf die Ausübung von Straßenmusik bei der Stadt beantragen. Schon sah ich mich mit einer Wartemarke im überfüllten Wartesaal des Bürgeramts sitzen und der schöne Tag wäre vorbei noch ehe er richtig begonnen hatte.
Doch alles kam anders. Nach einem Anruf bei der Stadt, bei dem ich fragte, wie ich nun vorgehen müsse,
wurde ich mit Frau Landmann verbunden und kurze Zeit später, stand ich im vierten Stock des Ingolstädter Tiefbauamts, in der Abteilung Wegerecht vor Zimmer 402 und klopfte an. Eine überaus nette Dame half mir weiter, von Bürokratie keine Spur und eh ich mich versah, hatte ich die nötigen Unterlagen in der Hand.

Wieder auf der Straße begegnete ich Ralf, Inhaber des Maximilian und er lud mich zum Milchkaffee und Tomaten-Mozarella-Toast. Was für ein Start und was für ein Toast.

Kurz nach drei ging’s dann in die Fußgängerzone und vor lauter Übermut spielte ich vier mal. Am Ende traf ich eine Straßenmusikerin, die gerade von Ihrer Deutschlandtour heimgekehrt war und mir eines ihrer eigenen Lieder “The Riksha Man” vorspielte – Weltklasse.

Nun sitze ich am Auwaldsee und freue mich aufs Bett.

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